Bewegte Bilder auf dem iPod: Motion Comic “Sparks” setzt neue Maßstäbe 15. July 2009

motion-comics-auf-dem-ipod_sparksDie Bilder auf dem iPod lernen jetzt wirklich laufen: mit “Sparks” bringt der US-Verlag Catastrophic Comics einen echten “Motion Comic” für iPod und iPhone auf den Markt. Das neue Genre nutzt für die filmische Animation Szenen, die direkt aus einer Graphic Novel herausgeschnitten werden. Dazu kommen Soundeffekte und Voice-Over.

Watchmen, Batman, Superman: die Comic-Helden geraten in Bewegung

Erste Beispiele für Motion Comics wurden in den letzten Jahren aus populären Vorlagen wie Watchmen, Batman und Superman hergestellt. Im Fall von “Sparks werden jedoch zum ersten Mal Sprechblasen durch lippensynchrone Stimmen von Hollywoodstars ersetzt: mit dabei sind u.a. Michael Paré (Eddie and the Cruisers), Michael Bell (Transformers), Charlie Brill (Star Trek) sowie Ashley Bell (United States of Tara). Ko-Produzent und Herausgeber der neuen Serie ist William Katt, us-amerikanische TV-Ikone der 80er Jahre. Die Story spielt im Jahr 1948: ein übel zugerichteter Mann betritt eine Polizeiwache mit den Worten: “Finden Sie meinen Mörder”. Dann gibt er seine Geschichte zu Protokoll. Die “echte” Comic-Vorlage wurde wegen der “Film Noir”-Ästhetik gelobt. Die im monatlichen Rhythmus erscheinenden Folgen des filmisch in Szene gesetzten “Superhero Noir Thrillers” gibt es bei iTunes für 99 Cent. Einen Vorgeschmack auf das neue Comic-Genre von Catastrophic Arts gibt der offizielle Trailer, in dem auch William Katt zu sehen ist. Fazit: Motion Comics sind zwar ein bisschen gewöhnungsbedürftig, aber zumindest einigermaßen sehenswert. Der visuelle Effekt liegt irgendwo zwischen Tim Burtons Corpse Bride und Southpark. Auf die animierten Mundbewegungen könnte man meinetwegen aber verzichten - die Ästhetik der Comic-Welt wird dadurch nur gestört.

One Comments

[...] Der besondere Vorteil für alle Verlage, die bereits jetzt iPhone-Leser mit Lesestoff versorgen: Mit iBooks hätte man zudem sofort eine passende Verkaufsplattform und könnte auf viele Kunden zählen, die bereits regelmäßig E-Comic-Apps via iTunes geshoppt haben. Bei IDW ist man deswegen vorbereitet: “Sobald das iPad auf dem Markt ist, wird IDW alle seine Apps in einer angepassten Version anbieten”, so Webber gegenüber Publisher’s Weekly. Grundsätzlich ist die Strategie von IDW jedoch auf alle mobilen Geräte ausgerichtet, inklusive Reader mit E-Ink-Display. Ähnlich denkt man bei ComiXology, deren iPhone-App bereits jetzt zu den beliebtesten E-Comic-Anwendungen bei iTunes gehört. “Wir arbeiten gerade an einer Demo-Version für das iPad”, so ComiXology-Chef David Steinberger. Ein interessantes Preview gibt es bereits jetzt im Web. Content von ComiXology soll nicht nur auf iPhone, iPod Touch und iPad lesbar sein: “Wir werden viele verschieden Plattformen bedienen, ob iPad, Android-Geräte oder das Web. Wer bei uns Comics kauft, braucht nur ein einziges Passwort, und kann sie auf allen Geräten lesen”. Die Rolle des iPads könnte jedoch nicht allein auf die Übertragung bisheriger Konzepte beschränken. Als Marvel-Chef Joe Quesada das Apple Tablet bei einer Podiumsdiskussion als einen “Game Changer” für die gesamte Branche bezeichnete, meinte er damit nicht nur “normale” Text-Bild-Geschichten, sondern vor allem auch das neue Genre Motion Comics. [...]

Leave a Reply